Es gibt sie wirklich: Tipps, mit denen jedes Bild besser wird. Für Sie haben wir hier sechs Alltagsfotofehler zusammengefasst, inklusive der Lösung, die zeigt, wie es doch besser geht: vom durchdachten Ausrichten der Kamera über Tipps für scharfe Mitzieher bis hin zur Bedeutung der Tageszeit.

Langweiliger Hintergrund

Technische Daten: Canon EOS 5D Mark III | 20mm | F/1,4 | ISO 100 | 1/1250 s

Unsere zwei Fotos wurden vom gleichen Standpunkt aus mit der gleichen Kameraausrichtung aufgenommen. Dennoch wirkt das obere flach und langweilig, während das untere Tiefenwirkung aufweist. Dank der mitintegrierten farbenfrohen Wiese, des tieferen Kamerastandpunkts und der geringeren Schärfentiefe wirkt das zweite
Landschaftsfotos spannungsvoller. Nehmen Sie sich daher Zeit und suchen Sie neben einem tollen Hauptmotiv auch nach einem interessanten Vordergrund.

Verwackeltes Mitzieher-Foto

Technische Daten: Canon EOS 5D Mark III | 85mm | F/8 | ISO 200 | 1/20 s

Dynamische Fotos von vorbeirasenden Objekten sind reine Übungssache. Die Belichtungszeit muss lang genug für den Wisch-Effekt, zugleich aber auch kurz genug für verwacklungsfreie Bilder sein. Unser Tipp: Wählen Sie grob den Kehrwert, mit dem sich Ihr Motiv in km/h bewegt, sprich eine 1/20 Sek. bei rund 20 km/h. Verfolgen Sie dabei
das Objekt mit einem präzisen waagerechten Schwenk der Kamera. 

Den richtigen Zeitpunkt verpasst

Technische Daten: Canon EOS 5D Mark III | 30mm | F/4 | ISO 200 | 1/2000 s

Nicht nur bei Mitziehern sind Millisekunden entscheidend. Auch bei dynamischen Stilllife-Aufnahmen, wie in unserem Beispiel von einem in eine Kaffeetasse fallenden Zuckerwürfel, geht es um den richtigen Zeitpunkt, die Kamera auszulösen. Durch die scharf abgebildeten he­rumfliegenden Kaffeespritzer entstehen effektvolle Bilder. Hierfür brauchen Sie aber etwas Übung. Positionieren Sie Ihre Kamera auf einem Stativ und wählen Sie den passenden Bildausschnitt. Legen Sie den Fokuspunkt auf die noch ruhige Flüssigkeit, damit die Tropfen scharf aufgenommen werden, schalten Sie den Serienbild-Modus an und los geht’s! 

Unruhigen Hintergrund zu scharf aufnehmen

Technische Daten: Canon EOS 5D Mark III | 35mm | F/1,4 | ISO 100 | 1/1000 s

Vor allem bei Porträts von Tieren kann der Fotograf den Hintergrund nicht auswählen. Sie stehen da, wo sie wollen. Dann muss man kreativ sein. Um Ihr Fotomotiv vor einem unruhigen Hintergrund abzuheben, ist eine offene Blende (Bild links: f/8, Bild rechts: f/1,8) das Hilfsmittel Nr. 1. Unser Tipp: Viele Kamerahersteller haben ein preiswertes 50mm/F1,8-Objektiv im Angebot. Das ist die perfekte Linse, mit der Sie mit der geringen Schärfentiefe spielen und üben können.

Bildaufbau ohne Linienführung

Technische Daten: Canon EOS 5D Mark II | 33mm | F/13 | ISO 100 | 2,5 s 

Bei strukturierten Fotomotiven wie unserem beleuchteten Riesenrad bei Nacht spielt Linienführung eine entscheidende Rolle. Während beim linken Beispielbild das Riesenrad nur als Teil des Rummels erkennbar ist, zeigt das rechte Foto die Abmessungen des Riesenrads nahezu vollflächig. Die großen Stützen und die einzelnen Streben des Rades führen den Blick des Betrachters ins Bild hinein.

Lichtstimmung nicht beachtet

Technische Daten: Canon EOS 5D Mark III | 19mm | F/13 | ISO 100 | 30 s

Bei einem längeren Aufenthalt an einem schönen Ort bietet es sich an, unterschiedliche Lichtstimmungen einzufangen. Innerhalb weniger Minuten kann sich das vorhandene Licht verändern. Die Auswirkungen auf die Fotos sind daher enorm. Zwischen den beiden Aufnahmen hier liegt etwa eine halbe Stunde. Während beim linken Bild der Himmel noch ausgebrannt ist und die meisten Straßenlaternen erloschen sind, wirkt das Foto zur sogenannten Blauen Stunde deutlich stimmiger. Die Straßenlaternen leuchten den Pflasterweg aus und der Himmel beginnt, kräftig blau zu leuchten. Mit den grünen Pflanzen ergibt sich eine tolle Farbkombination. Tipp: Schließen Sie noch die Blende (hier: f/13), um den Lichtquellen einen sternförmigen Effekt zu verleihen.

Nie wieder Fotofehler

Fehler können jedem mal passieren. Eine zu kurze Verschlusszeit eingestellt, den falschen Bildausschnitt gewählt oder die Lichtsituation nicht beachtet und schon ist das geplante Foto nicht so geworden, wie gewünscht. Gerade als Fotoanfänger neigt man dazu fehlerbelastete Bilder zu machen. Aber sei es nun aus Erfahrungsmangel oder aus Versehen: Fehler sind durchaus vermeidbar!

Wir zeigen Ihnen anhand von sechs Beispielen, wie Sie typische Fotofehler in Alltagssituationen vermeiden und  zukünftig qualitativ bessere Fotos schießen können. 

Lassen Sie eine Antwort