Fotodrohnen sind im Fotografiealltag längst angekommen. Sie unterstützen uns, um Bilder aus spektakulären Perspektiven aufzunehmen. In diesem Report geben wir Ihnen einen Einblick in die aktuelle Drohnenlandschaft damit Sie mit gutem Gefühl das für Sie passende Modell auswählen und sicher abheben.

DJI Spark

Mit der Spark präsentiert DJI sein leichtestes Modell im Drohnensegment. Vorgestellt als Selfie- Multicopter misst sie handliche Abmessungen und bringt ein Gewicht von nur rund 300 Gramm auf die Waage. Die Rotorarme sind fest verbaut. Unabhängig vom Funktionsumfang und Design der Drohne ist für uns Fotografen natürlich die Bildqualität entscheidend. Die Selfie-Drohne fasst Bilder mit einem 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor und 12 Megapixel Auflösung auf. Das reicht für spontane Fotos und Selbstporträts aus. Videos können in bis zu Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. 4K-Auflösung sucht man hier vergeblich. Das Bildmaterial wird über einen Zwei-Achsen-Gimbal stabilisiert. DJI gibt eine Flugzeit von bis zu 16 Minuten mit einer Akkuladung an.

Hersteller: DJI
Webseite: www.dji.com
Typ: Quadrocopter
Sensor: 1/2,3-Zoll-CMOS
Auflösung (max): 12 Megapixel
Blickfeld: 82 Grad
Bildstabilisierung: 2-Achsen-Gimbal
Maximale Akkulaufzeit: 16 Minuten
Preis: ab 389 € 

DJI Mavic 2

Die neue DJI Mavic 2 ist der Nachfolger der Mavic Pro und in zwei unterschiedlichen Versionen erhältlich: Mavic 2 Pro und Mavic 2 Zoom. Bis auf die Kamera sind die rund 900 Gramm schweren Copter mit einklappbaren Rotorarmen identisch. Beim Mavic 2 Pro steht die Bildqualität im Fokus. DJI hat für den Copter mit Hasselblad kooperiert und der Drohne einen 1-Zoll-CMOS-Sensor mit 20 Megapixeln Auflösung spendiert. Die Brennweite entspricht 28mm (bezogen auf KB). Der Pilot kann zwischen Blende f/2,8 und f/11 frei wählen und auf zahlreiche automatische Flugmodi zurückgreifen. Im Modus ActivTrack und Stativ erkennt die Drohne rundum Hindernisse. Im Freiflug erkennt sie Hindernisse nach vorne und hinten. Die Akkulaufzeit reicht für Flugzeiten bis maximal 31 Minuten.

Hersteller: DJI
Webseite: www.dji.com
Typ: Quadrocopter
Sensor: 1-Zoll-CMOS (Pro)
Auflösung (max): 20 Megapixel (Pro)
Blickfeld: 77 Grad (Pro)
Bildstabilisierung: 3-Achsen-Gimbal
Maximale Akkulaufzeit: 31 Minuten
Preis: 1389 € (Pro) 

DJI Phantom 4 Pro V2.0

Das derzeitige Topmodell aus dem Hobby-Segment von DJI hört auf den Namen Phantom 4 Pro V2.0. Die Drohne wird samt Fernbedienung in einem stabilen Styroporkoffer geliefert. Vor dem Abheben muss sie mit den mitgelieferten Propellern bestückt werden. Mit einer Flugdauer von bis zu einer halben Stunde ist die Phantom 4 Pro V2.0 eine der führenden Drohnen in dieser Preisklasse. Das Kamerabild wird mechanisch auf drei Achsen stabilisiert. Der CMOS-Sensor misst in der Diagonale ein Zoll und löst 20 Megapixel auf. Ein Highlight ist das Videoformat: In 4K-Auflösung schafft die Drohne bis zu 60 Bilder pro Sekunde und erlaubt so Zeitlupenaufnahmen in hoher Auflösung. Im platzsparenden H.265-Codec wird 4K mit 30 fps geboten. Der Akku hält 30 Minuten durch.

Hersteller: DJI
Webseite: www.dji.com
Typ: Quadrocopter
Sensor: 1-Zoll-CMOS
Auflösung (max): 20 Megapixel
Blickfeld: 84 Grad
Bildstabilisierung: 3-Achsen-Gimbal
Maximale Akkulaufzeit: 30 Minuten
Preis: 1505 € 

Parrot Anafi

Die Neuheit aus dem Hause Parrot fällt zunächst einmal durch ihre schlanke, längliche Bauweise auf. Clever: Die vier Rotorarme der Parrot Anafi lassen sich platzsparend ein- und ausklappen. Der Drohne liegt ein Controller bei, der dem einer Spielkonsole ähnelt. Eine Halterung im Controller fasst ein Smartphone. In der kostenfreien FreeFlight- 6-App können die Drohnen- und Kameraeinstellungen vorgenommen werden. Dabei kann die Sensibilität einzelner Flugmanöver präzise eingestellt werden. Wer auf den Verfolgungsmodus oder einen autonomen Flug zurückgreifen möchte, muss diese Funktion erst freischalten (kostet 1,09 Euro pro Funktion). Der Akku, unter dem sich das MicroSD-Kartenfach versteckt, ist für eine Laufzeit von bis zu 25 Minuten ausgegeben.

Hersteller: Parrot
Webseite: www.parrot.com
Typ: Quadrocopter
Sensor: 1/2,4-Zoll-CMOS
Auflösung (max): 21 Megapixel
Blickfeld: 84 Grad
Bildstabilisierung: Hybrid, 2-Achsen-Gimbal
Maximale Akkulaufzeit: 25 Minuten
Preis: 599 € 

Yuneec Mantis Q

Drohnenhersteller Yuneec hat seine neueste Drohne im Reiseformat angekündigt: Die Rotorarme der 480 Gramm leichten Yuneec Mantis Q sind wie bei der Parrot Anafi oder DJI Mavic 2 einfaltbar. Im Vordergrund steht eine Sprachsteuerung, mit der die Drohne ganz ohne Fernbedienung oder Gesten zu steuern ist. Der im Lieferumfang enthaltene Controller fasst ein Smartphone und ähnelt dem der Parrot Anafi. Die Drohne kann zwar 4K-Videos aufzeichnen, allerdings sind nur Videos bis zu einer Auflösung von Full-HD elektronisch stabilisiert. Fotos (im JPEG- oder RAW-Format) verfügen über eine Auflösung von 13 MP (1/3,06-Zoll-CMOS). Ein Spitzenwert im Vergleich dieser Hobbydrohnen.

Hersteller: Yuneec
Webseite: www.yuneec.com
Typ: Quadrocopter
Sensor: 1/3,06-Zoll-CMOS
Auflösung (max): 13 Megapixel
Blickfeld: 117 Grad
Bildstabilisierung: bei Full-HD/720p, elektron.
Maximale Akkulaufzeit: 33 Minuten
Preis: 384 € 

Yuneec Typhoon H Plus

Willkommen im High-End-Segment unter den Hobbydrohnen. Mit üppigen Abmessungen und einem Gewicht von fast 2 Kilogramm ähnelt der Yuneec Typhoon H Plus eher einem professionellem Copter als einer kompakten Hobbydrohne. Die Bauweise aus sechs Rotoren ermöglicht maximale Stabilität – selbst bei einem Ausfall eines Motors. Sicherheit verspricht auch eine integrierte No-Fly- Zone-Funktion, mit der der Hexacopter nur dort abhebt, wo es auch erlaubt ist. Ähnlich wie bei der DJI Phantom 4 Pro V2.0 misst der Kamerasensor des Typhoon H Plus in der Diagonale ein Zoll und löst Fotos mit einer Auflösung von 20 Megapixeln auf. 4K-Videos sind mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde drin. Im H.265-Codec wird mit 4K bei 30 Bildern pro Sekunde gefilmt. Die Akkulaufzeit der Typhoon H Plus reicht für maximal 25 Minuten.

Hersteller: Yuneec
Webseite: www.yuneec.com
Typ: Hexacopter
Sensor: 1-Zoll-CMOS
Auflösung (max): 20 Megapixel
Blickfeld: 91 Grad
Bildstabilisierung: 3-Achsen-Gimbal
Maximale Akkulaufzeit: 25 Minuten
Preis: 1569 € 

Fotodrohnen im Hobbybereich

Einmal abgehoben, möchte man am liebsten nicht mehr landen. Luftaufnahmen sehen einfach toll aus. Zudem macht es großen Spaß, sie aufzunehmen. Grund dafür ist die fortschrittliche Drohnentechnik. Technik, die zu weit aus mehr imstande ist, als es das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erlaubt. So wundert es nicht, dass sich der Absatz von Fotodrohnen in Deutschland nach der im letzten Jahr in Kraft getretenen Drohnenverordnung eher rückläufig entwickelt. Zu Unrecht, denn trotz Regeln und Verboten ist mit einer Fotodrohne für Hobbyflieger mehr erlaubt, als man allgemein meint.

Weltweit sind die Umsätze der Fotodrohnen-Industrie übrigens gewaltig. Laut eines Multicopter-Trendreports des Photoindustrie-Verbandes (PIV) und einer Studie des Marktforschungsunternehmens Tractica aus dem Jahr 2016 wird der Verkauf von Drohnen im Jahr 2021 auf rund 68 Millionen Drohnen weltweit steigen. Ein Grund für den Erfolg der Fotodrohnen ist die einfache Funktionsweise. Gleichzeitig wird die Kameraausstattung immer besser: Hochauflösende 4K-Videoaufzeichnung und intelligente Modi für professionelle Flugmanöver sind längst im Hobbybereich angekommen.

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